Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der AlpenStream Studio GmbH
Stand: Juli 2026
1. Einleitung und Annahme der Bedingungen
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) regeln die Nutzung und Inanspruchnahme der Leistungen der AlpenStream Studio GmbH, Mariahilfer Straße 101, 1060 Wien, Österreich, E-Mail: [email protected], Telefon: +43 1 587 42 96 („Anbieter“).
Die AGB gelten für sämtliche Verträge, Angebote, Leistungen und sonstigen Rechtsbeziehungen zwischen dem Anbieter und seinen Kundinnen und Kunden („Kunde“), soweit nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart wurde. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.
Mit der Beauftragung, Annahme eines Angebots, Unterzeichnung eines Vertrags oder der tatsächlichen Inanspruchnahme von Leistungen erklärt sich der Kunde mit diesen AGB einverstanden.
2. Leistungsumfang
Die AlpenStream Studio GmbH erbringt insbesondere folgende Leistungen im Bereich Streaming-Studio und audiovisuelle Produktion:
- Live-Streaming für Events und Produktpräsentationen
- Podcast- und Videopodcast-Produktion
- Hybride Konferenzen und digitale Tagungen
- Green-Screen-Produktionen
- Mehrkamera-Aufzeichnungen
- Technische Regie und Streaming-Support
Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, der Auftragsbestätigung oder einem gesonderten Vertrag. Der Anbieter ist berechtigt, zur Vertragserfüllung qualifizierte Subunternehmer einzusetzen, bleibt jedoch für die ordnungsgemäße Leistungserbringung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen verantwortlich.
Sofern nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart, schuldet der Anbieter keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, keine bestimmte Reichweite, keine bestimmte Zuschauerzahl und keine ununterbrochene Verfügbarkeit externer Plattformen oder Drittanbieter-Dienste.
3. Pflichten und Verantwortlichkeiten des Kunden
Der Kunde verpflichtet sich, alle zur Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Inhalte, Freigaben, Zugänge, Mitwirkungsleistungen und technischen Voraussetzungen rechtzeitig, vollständig und richtig bereitzustellen.
Insbesondere ist der Kunde verantwortlich für:
- die rechtzeitige Übermittlung von Inhalten, Ablaufplänen, Sprecherlisten, Grafiken, Präsentationen und sonstigen Materialien;
- die Einholung sämtlicher erforderlicher Rechte, Zustimmungen und Genehmigungen an bereitgestellten Inhalten;
- die Einhaltung von Hausordnungen, Sicherheitsvorschriften und behördlichen Vorgaben am Veranstaltungsort;
- die Sicherstellung der Verfügbarkeit von Ansprechpartnern, Mitwirkenden und technischen Schnittstellen;
- die Prüfung und Freigabe von Inhalten vor Veröffentlichung, sofern vereinbart;
- die Einhaltung aller anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere des Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- und Datenschutzrechts.
Der Kunde hat dafür Sorge zu tragen, dass von ihm bereitgestellte Inhalte frei von Rechten Dritter sind oder die erforderlichen Nutzungsrechte vorliegen. Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen oder vertragswidrigen Nutzung der vom Kunden bereitgestellten Inhalte resultieren, soweit den Kunden ein Verschulden trifft.
Verzögerungen, Mehraufwand oder Leistungsstörungen, die auf unzureichende Mitwirkung des Kunden zurückzuführen sind, gehen nicht zulasten des Anbieters und können zu einer angemessenen Anpassung von Terminen, Vergütung und Leistungsumfang führen.
4. Zahlungsbedingungen
Sofern nicht anders vereinbart, verstehen sich sämtliche Preise in Euro und zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Angebote des Anbieters sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden.
Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Kalendertagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Projekten mit erhöhtem Planungs- oder Materialaufwand ist der Anbieter berechtigt, angemessene Anzahlungen oder Teilzahlungen zu verlangen.
Der Anbieter ist berechtigt, die Erbringung weiterer Leistungen von der vollständigen oder teilweisen Vorauszahlung abhängig zu machen, wenn dies im Angebot, in der Auftragsbestätigung oder aufgrund des Projektumfangs vorgesehen ist.
Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Der Anbieter ist berechtigt, Mahnspesen sowie notwendige Kosten der Rechtsverfolgung geltend zu machen. Im Fall des Zahlungsverzugs kann der Anbieter weitere Leistungen bis zur vollständigen Begleichung offener Forderungen zurückhalten.
Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrechte stehen dem Kunden nur zu, soweit seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder vom Anbieter anerkannt sind.
5. Stornierung und Rückerstattung
Stornierungen oder Terminverschiebungen durch den Kunden bedürfen der Textform. Maßgeblich für die Berechnung etwaiger Stornokosten ist der Zeitpunkt des Zugangs der Stornierung beim Anbieter.
Sofern im Einzelvertrag keine abweichenden Regelungen getroffen wurden, gelten folgende Stornobedingungen:
- bis 30 Kalendertage vor dem vereinbarten Leistungsbeginn: 25 % der vereinbarten Vergütung
- 29 bis 14 Kalendertage vor dem vereinbarten Leistungsbeginn: 50 % der vereinbarten Vergütung
- 13 bis 7 Kalendertage vor dem vereinbarten Leistungsbeginn: 75 % der vereinbarten Vergütung
- weniger als 7 Kalendertage vor dem vereinbarten Leistungsbeginn oder bei Nichterscheinen: 100 % der vereinbarten Vergütung
Bereits angefallene Fremdkosten, Lizenzkosten, Reisekosten, Mietkosten, Technikreservierungen und sonstige projektbezogene Aufwendungen sind vom Kunden in jedem Fall zu ersetzen, sofern sie vom Anbieter nachweislich veranlasst wurden und nicht anderweitig vermieden werden können.
Bereits geleistete Anzahlungen werden auf Stornokosten und offene Aufwendungen angerechnet. Eine Rückerstattung erfolgt nur, soweit nach Abzug aller berechtigten Ansprüche ein Guthaben zugunsten des Kunden verbleibt.
Bei berechtigter außerordentlicher Kündigung aus wichtigem Grund bleiben Ansprüche des Anbieters auf Vergütung bereits erbrachter Leistungen sowie auf Ersatz nachweisbarer Aufwendungen unberührt.
6. Haftungsbeschränkung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, soweit diese auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
Für sonstige Schäden haftet der Anbieter nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), jedoch der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
Eine Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust, Betriebsunterbrechung, Reputationsschäden oder ausgebliebene Reichweiten- oder Umsatzerwartungen ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.
Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Störungen, Ausfälle oder Einschränkungen, die auf Drittanbieter, Internetverbindungen, Plattformen, Cloud-Dienste, Stromausfälle, Hardwarefehler außerhalb seines Einflussbereichs oder auf unzureichende Mitwirkung des Kunden zurückzuführen sind.
Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie zwingende gesetzliche Haftungstatbestände bleiben unberührt.
7. Geistige Eigentumsrechte
Alle vom Anbieter erstellten Konzepte, Produktionsunterlagen, technische Setups, Grafiken, Templates, Aufzeichnungen, Streams, Schnittfassungen und sonstigen Arbeitsergebnisse bleiben bis zur vollständigen Bezahlung sämtlicher Forderungen Eigentum des Anbieters bzw. unterliegen dessen Rechten, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart.
Nach vollständiger Zahlung erhält der Kunde, sofern vertraglich vorgesehen, ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den vereinbarten Endprodukten für den vereinbarten Zweck, Umfang, Zeitraum und das vereinbarte Gebiet. Eine weitergehende Nutzung, Bearbeitung, Vervielfältigung, öffentliche Zugänglichmachung oder Weitergabe an Dritte bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Anbieters, sofern nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen.
Der Kunde sichert zu, dass er über sämtliche erforderlichen Rechte an den von ihm bereitgestellten Inhalten verfügt. Der Kunde ist für die rechtmäßige Nutzung von Musik, Bildern, Logos, Marken, Texten, Präsentationen, Videos und sonstigen geschützten Werken verantwortlich, sofern diese nicht ausdrücklich vom Anbieter lizenziert wurden.
Der Anbieter ist berechtigt, mit vorheriger Zustimmung des Kunden Referenzmaterial, Ausschnitte oder Projektbeispiele zu Eigenwerbezwecken zu verwenden, sofern keine berechtigten Geheimhaltungsinteressen oder entgegenstehende vertragliche Vereinbarungen bestehen.
8. Datenschutz und Privatsphäre
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt unter Beachtung der anwendbaren datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des österreichischen Datenschutzrechts.
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich soweit dies zur Vertragserfüllung, zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen, zur Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen oder auf Grundlage berechtigter Interessen erforderlich ist. Details zur Datenverarbeitung, zu Betroffenenrechten, Speicherdauer und Empfängern ergeben sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung des Anbieters, sofern vorhanden.
Sofern der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO tätig wird, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag ab.
Der Kunde ist dafür verantwortlich, die erforderlichen datenschutzrechtlichen Informationen, Einwilligungen und Hinweise gegenüber Teilnehmern, Gästen, Sprecherinnen und Sprechern sowie sonstigen betroffenen Personen bereitzustellen, insbesondere bei Live-Streams, Aufzeichnungen, hybriden Veranstaltungen und Podcast-Produktionen.
Der Kunde stellt sicher, dass Bild-, Ton- und Videoaufnahmen nur im rechtlich zulässigen Umfang erfolgen und veröffentlicht werden. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für unzulässige Aufnahmen oder Veröffentlichungen, sofern er diese nicht vorsätzlich veranlasst hat.
9. Höhere Gewalt
Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder verspätete Erfüllung ihrer Verpflichtungen, soweit diese auf Ereignisse höherer Gewalt zurückzuführen sind. Als höhere Gewalt gelten insbesondere Naturkatastrophen, Feuer, Überschwemmungen, Krieg, Terrorismus, Streiks, behördliche Anordnungen, Pandemien, Stromausfälle, Ausfälle von Telekommunikations- oder Internetinfrastruktur sowie sonstige unvorhersehbare, außerhalb des zumutbaren Einflussbereichs liegende Ereignisse.
Die betroffene Partei hat die andere Partei unverzüglich über das Ereignis und dessen voraussichtliche Dauer zu informieren. Die Leistungspflichten ruhen für die Dauer der Störung, soweit dies rechtlich und tatsächlich unmöglich oder unzumutbar ist.
Ist die Leistungserbringung aufgrund höherer Gewalt dauerhaft oder über einen angemessenen Zeitraum wesentlich beeinträchtigt, sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag ganz oder teilweise anzupassen oder aus wichtigem Grund zu beenden. Bereits erbrachte Leistungen und entstandene Aufwendungen sind angemessen zu vergüten.
10. Änderungen der Bedingungen
Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB zu ändern, sofern hierfür sachliche Gründe bestehen, insbesondere bei Änderungen der Rechtslage, der Rechtsprechung, der Marktbedingungen, der technischen Abläufe oder des Leistungsangebots.
Änderungen werden dem Kunden in geeigneter Form mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb einer angemessenen Frist nach Mitteilung, gelten die geänderten Bedingungen als akzeptiert, sofern auf diese Rechtsfolge in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen wurde und zwingende gesetzliche Bestimmungen nicht entgegenstehen.
Für bereits abgeschlossene Einzelverträge gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Bedingungen, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
11. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt ausschließlich österreichisches materielles Recht unter Ausschluss seiner Kollisionsnormen und des UN-Kaufrechts, soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Bestimmungen entgegenstehen.
Für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist, soweit gesetzlich zulässig, das sachlich zuständige Gericht in Wien zuständig. Gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen.
12. Kontaktinformationen
AlpenStream Studio GmbH
Mariahilfer Straße 101
1060 Wien
Österreich
E-Mail: [email protected]
Telefon: +43 1 587 42 96
13. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, undurchsetzbar oder nichtig sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen oder undurchsetzbaren Bestimmung gilt eine solche Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der ursprünglichen Bestimmung am nächsten kommt und rechtlich zulässig ist.
Gleiches gilt für etwaige Regelungslücken.